FortiSIEM: Öffentlicher Exploit für kritische Lücke ermöglicht unauthentifizierte Codeausführung

Sicherheitsforscher haben einen Proof-of-Concept für CVE-2026-106173 veröffentlicht, eine kritische Schwachstelle in Fortinet FortiSIEM. Die Lücke wird mit einem CVSS-Wert von 9,4 bewertet und beruht auf einer unzureichenden Pfadvalidierung im gRPC-Dienst von FortiSIEM.

Ein Angreifer kann den Dienst auf TCP-Port 27918 ohne Authentifizierung ansprechen und speziell präparierte Pakete senden. Durch eine Kombination aus Pfad-Traversal-Sequenzen und einer Null-Byte-Injektion lässt sich die vorgesehene Dateibegrenzung umgehen. Dadurch können Dateien außerhalb des vorgesehenen Verzeichnisses überschrieben werden.

Nach Angaben der analysierenden Forscher kann dieser Schreibzugriff zur Remote-Code-Ausführung ausgebaut werden. Als Beispiel wird ein Shell-Skript genannt, das regelmäßig per Cron zur Überprüfung des Redis-Dienstes ausgeführt wird. Wird diese Datei überschrieben, kann der Angreifer seine eigenen Befehle in den Ausführungsablauf einschleusen.

Fortinet hat die Lücke nach den verfügbaren Angaben bereits behoben. Betroffen ist FortiSIEM 7.5.0; Nutzer sollen auf Version 7.5.1 oder höher aktualisieren. FortiSIEM-7.6-Installationen sind laut dem Bericht nicht betroffen. Da nun ein öffentlicher Exploit vorliegt, sollten betroffene Systeme priorisiert geprüft und aktualisiert werden.

Quelle: https://thehackernews.com/2026/10/critical-fortisiem-flaw-gets-public.html

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